Viele Haushaltsreiniger enthalten bekannterweise giftige Chemikalien. Diese Chemikalien können bei der Verwendung kurzfristig und langfristig gesundheitliche Probleme verursachen. Nicht umsonst greifen viele beim Hausputz zu Gummihandschuhen, um nicht in direkten Kontakt mit den Inhaltsstoffen zu geraten. Kennst Du das auch?

„Es gibt keinen Grund, sich zwischen
Deiner Gesundheit und einem sauberen Zuhause zu entscheiden.“

Die Gesundheitsgefahr zuhause

Kinder sind während ihrer Entwicklung der Einwirkung dieser Chemikalien schutzlos ausgeliefert und bestimmte Chemikalien können sogar die Entwicklung ihrer neurologischen und hormonellen Systeme als auch ihres Immunsystems stören.

Insbesondere über das Essen und Trinken werden belastende Stoffe aufgenommen. Kleinere Kinder haben zudem eine höhere Atemfrequenz als Erwachsene und daher nehmen sie in Relation zu ihrem Gewicht mehr Giftstoffe auf, was bedeutet, sie inhalieren eine höhere Dosis.

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Gemäß der United States Environmental Protection Agency (der US Umweltbehörde) ist die Luft in einem typischen Heim 200-500 % mehr verschmutzt als draußen. Warum? Vorwiegend wegen giftiger Haushaltsreiniger.

Forscher an der Freien Universität Brüssel haben in einer Studie herausgefunden, dass regelmäßiges Putzen das Sterberisiko um bis zu 50% erhöhen kann. Dabei kommt es vor allem darauf an, wie viele Putzmittel man gleichzeitig benutzt. Schnell passiert es, dass man Küchengerüche mit einem Lufterfrischer überdecken möchte, das Sofa mit einem Textilerfrischer einsprüht und dann Bad und Toilette putzt. Unbemerkt mischen sich die Partikel aller Produkte zu einem gefährlichen Cocktail. Ein Beispiel für Dich: chlorhaltige Sanitärprodukte gemischt mit Entkalker oder Zitronensäure lassen im Extremfall Chlorgas entstehen. Auf Dauer erhöht sich so vor allem das Risiko für Asthma und Allergien.

Viele Inhaltsstoffe in Putzmitteln sind im Grunde nur Farb- oder Duftstoffe und dienen noch nicht einmal der Reinigung. Trotzdem sie völlig unnötig sind, haben sie eine teils giftige Wirkung auf unseren Körper. Eine weitere Studie der Universität Bergen zeigte, dass die Benutzung eines Toilettenreinigers eine Wirkung auf den Körper hat, wie 20 Zigaretten am Tag. Besonders die Sprühreiniger haben diesen Effekt.

Zu den gesundheitsgefährdenden Stoffen gehören laut dem Umweltbundesamt u.a.:

  • Alkalien
  • Alkohole
  • Aluminium
  • Bitterstoffe
  • Bleichmittel
  • Citrate
  • Duftstoffe
  • Parfümöle
  • Enzyme
  • Farbstoffe
  • Füllstoffe
  • Konservierungsmittel
  • Lösemittel
  • Natriumcarbonat
  • Aufheller
  • organische und anorganische Säuren
  • Phosphate
  • Silikate
  • Tenside
  • Weichmacher und Zeolithe

Diese Stoffe können vor allem die Atemwege reizen und auch über diesen Weg in den Körper aufgenommen werden. Ein wichtiges Augenmerk aber gilt dem Darm, dem Sitz unseres Immunsystems.

Welchen Einfluss haben Reinigungsmittel auf unseren Darm?

Unser Darm ist mit bis zu 500 qm ein riesiges Schutzschild gegen Krankheitserreger und Giftstoffe. Auf unserer Darmschleimhaut leben Billionen von Mikroorganismen, die verhindern, dass schädliche Organismen eine Chance haben. Dabei unterscheidet man zwischen „guten und schlechten“ Bakterien. Die „guten“ Mikroorganismen haben zudem die Funktion, unser Immunsystem zu trainieren. Die Inhaltsstoffe von Reinigungsmitteln können laut Forschern der USA diesen Schutzmechanismus erheblich stören. Sie fanden heraus, dass bestimmte Chemikalien die Zusammensetzung der Mikroorganismen im Darm verändern, besonders bei Kindern. Verbindungen aus Waschmitteln, Kunststoffkleidung, Duschvorhängen, Haarspray, Shampoo oder Seifen konnten in diesen Studien im Urin und Blut von Kleinkindern nachgewiesen werden. Erschreckenderweise. Kinder bewegen sich viel auf dem Boden und nehmen alles Mögliche in den Mund. Bei den teilgenommenen Kindern wurden Substanzen aus Beschichtungen, Farben und Reinigungsmitteln gefunden, die wiederum einen negativen Einfluss auf das Darmmikrobiom und das Vorhandensein „guter“ Bakterien hatten.

„Es ist durchaus möglich, dass einige von diesen Mikroorganismen eine einzigartige Funktion für unseren Körper erfüllen und die Verringerung ihrer Konzentration erhebliche gesundheitliche Auswirkungen haben kann.“

Courtney Gardner, Biologin
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Wofür brauche ich einen gesunden Darm?

Der Darm wird häufig als Sitz des Immunsystems bezeichnet. Aber mehr noch, er ist der Sitz der Gesundheit. Der Grund liegt in einem komplexen Mechanismus, der uns Menschen vor fremden und schädigenden Substanzen und Mikroorganismen schützt. Zuerst versucht immer der Magen-Darm-Trakt uner­wünschte Organismen mittels Magensäure zu zerstören. Gelingt das nicht ausreichend, dann werden die Abwehrzellen aus den Darmwänden aktiviert.

Mindestens 1.014 verschiedene Mikroorganismen im Gesamtgewicht von schätzungsweise 1,5 bis 2 kg leben hier miteinander. Von keimfrei können wie also in unserem Körper nicht sprechen und genau das ist auch nicht wünschenswert, wenn die Funktion dieser Mikroorganismen klar ist. Solange die „guten“ Mikroben das Sagen haben, ist alles gut, aber immer mehr Umweltstoffe und vor allem die häuslichen Reinigungsmittel schädigen unsere kleinen Darmbewohner und damit unser Immunsystem.

Ein Ungleichgewicht im Mikrobiom erhöht das Risiko für ein Reiz­darm­syndrom, diverse Allergien (schon im Kindesalter) und Durchfall. Aber auch Darmerkrankungen wie Morbus Crohn werden mit einer gestörten Darmflora in Verbindung gebracht.

Das Darm-Immunsystem und dazu eine gesunde, ausgewogene Ernährung gehören untrennbar zusammen. Was aber können wir noch tun, um gesund und immunstark zu bleiben bzw. zu werden?

  • ausreichend Schlaf
  • viel Bewegung an der frischen Luft
  • wenig Kaffee und schwarzer Tee
  • Verzicht auf industriell verarbeitete Lebensmittel
  • Verzicht auf industriell hergestellten Zucker und dem Griff zu natürlichen Aromatisierungsstoffen wie ätherischen Ölen
  • Verzicht auf Chemiekeulen in der Haushaltsreinigung
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Was brauche ich, um umweltfreundlich und gesund zu reinigen?

Natron


Natron absorbiert und eliminiert schlechte Gerüche. Verwende es um Oberflächen, Waschbecken und Badewannen zu reinigen. Streue etwas Natron auf Deinen Teppich und sauge alles nach 15 Minuten ab – für einen frischen Teppich und ein sauberes, gutes Gefühl.


Weißer Essig

Weißer Essig enthält natürliche pilztötende und antibakterielle Eigenschaften.

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Kastilienseife


Diese Art der Seife löst Schmutz, baut Fett ab und eliminiert hartnäckige Flecken. Gieße eine kleine Menge auf ein Blatt Backpapier und reibe damit z.B. einige Minuten Deine Pfannen ab.


Salz


Salz ist ein sehr effektives Reinigungsmittel. Gieße regelmäßig Salz mit heißem Wasser in Deine Spüle – das deodoriert und verhindert, dass sich Fett ablagern kann. Mische Salz mit ätherischem Zitronenöl und verwende es, um hartnäckige Ränder von Kaffee- oder Teetassen zu entfernen.


doTERRA fraktioniertes Kokosöl oder Olivenöl


Beides eignet sich als großartiger natürlicher Reiniger und Möbelpolitur.

Ätherische Öle

Ätherische Öle können Fette lösen und gesunde Duftstoffe liefern. Sie haben keine giftige Wirkung auf unseren Körper. Sie bieten eine tolle, gesunde Alternative zu Lufterfrischern, Textilerfrischern und Aromastoffen beim Kochen und Backen.

Bild: doTERRA
Was sind die besten ätherischen Öle zum Reinigen


• Zitrone
• Limette
• Wilde Orange
• Douglastanne
• Eukalyptus
• Melaleuca (Teebaum)
• Purify (Reinigende Mischung)
• Thymian
• Pfefferminz
dōTERRA On Guard® Schützende Mischung
dōTERRA On Guard Reiniger Konzentrat

Was können ätherische Öle für meine Gesundheit tun?

Ätherische Öle können uns in vielseitiger Sicht unterstützen. Zum Einen sind sie ungiftig und wirksam , zum Anderen zeitsparend.

Sie unterstützen unseren Stoffwechsel, die Durchblutung und können die Zellerneuerung anregen.

auf körperlicher Ebene: Unterstützung in der Befreiung von Giften

auf emotionaler Ebene: Ausgleich negativer Emotionen und dadurch Entgiftung

auf geistiger Ebene: ätherische Öle schaffen eine positive Gedankenwelt und unterbrechen negative Denkmuster

auf wohnlicher Ebene: sie unterstützen ein giftfreies Umfeld für die ganze Familie

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Tipp 1

Um Deinen Darm zu unterstützen, muss verhindert werden, dass sich zu viele schädliche Bakterien und Abfallstoffe ansammeln und im Darm verharren. Denn das kann zur Bildung von Gärstoffen und Blähungen führen. Ätherische Öle als Lebensmittelzusatz fördern die Verdauung, entspannen und verhindern, dass Parasiten einen Nährboden haben. Ingweröl und Hagebuttenextrakt unterstützen dies. Gib dazu einen Tropfen Ingweröl und 1 TL Hagebuttenextrakt in einen abgekühlten Tee oder warmes Wasser (200 ml). Alternativ kannst Du beides in einer Kapsel einnehmen.

Tipp 2

Ersetze einen gesundheitsgefährdenden Lufterfrischer durch
einen Diffuser!

Rezept: Limette Kalkentferner

Zutaten:


½ Esslöffel Natron
3 Esslöffel Wasser
10 Tropfen Zitrone ätherisches Öl
10 Tropfen Limette ätherisches Öl


Anleitung:

  1. Gib das Wasser und die
    ätherischen Öle ins Natron.
  2. Rühre es zu einer Paste.
  3. Reibe eine kleine Menge auf
    die Fläche.
  4. 20 Minuten einwirken lassen.
  5. Mit einem feuchten Tuch abwischen.

Wir stehen Dir gern zur Seite, wenn Du individuell beraten werden möchtest. Schreib uns gern eine Email mail@say-oilistic.de.

Zudem empfehlen wir Dir von Herzen ♥ unser eBook „Natürlich gesund“ mit ätherischen Ölen, um mit 45 Rezepten für Haushalt, Kosmetik und Küche einen wertvollen Beitrag für Deine (Darm-)Gesundheit zu leisten.

eBook

Quellen:

Giftige Dämpfe? So schädlich sind Putzmittel für die Gesundheit (merkur.de)

Plaste und Putzmittel schlagen Kindern auf den Darm | MDR.DE

Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS): Neue Stellungnahme der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit – Mitteilung Nr. 042/2020 des BfR vom 18. September 2020 (bund.de)

🥇 Immunsystem Darm ⇒ Bedeutung für die Immunabwehr – Krankenkassen-Zentrale (krankenkassenzentrale.de)

Putzmittel ähnlich gefährlich wie Rauchen – Wissen – WDR

Allergie- und Asthmagefahr durch Putzmittel: Deshalb dürfen die Produkte nicht gemischt werden (24vita.de)